Der Referent Hans - Werner Bunz, Mitglied der Conviviumleitung Slow Food Hohenlohe-Tauber-Main-Franken berichtete über Nachteile der industriellen auf wirtschaftlichen Profit ausgerichteten Lebensmittelproduktion für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen. Stattdessen sei ein kritischer Blick auf Herkunft und Verarbeitung der Nahrungsmittel notwendig. Basis unseres Lebens ist der Boden. Ackerbau und Viehzucht waren seither Grundlage unseres Lebens. Doch in reichen Industrieländern wie Deutschland sind die Ausgaben für Ernährung im Vergleich zum Einkommen niedrig. Die Hauptanbieter von Nahrungsmitteln wie z.B. Handelsketten von Edeka – Rewe – Aldi – Lidl  bestimmen Angebot - Preis und damit indirekt Verbraucher- und Ernährungsverhalten. Das „tägliche Brot“ verliert an Wertschätzung. Streuobstwiesen bleiben unbeachtet. Vernichtung von Lebensmitteln ist die Regel. Die Gier nach wirtschaftlichem Wachstum auf der einen Seite und nach mehr Angeboten auf  der anderen Verbraucherseite haben eine zerstörerische Spirale für Ökologie und Umwelt und damit auch für die eigene Lebenswelt des Menschen geschaffen. Stattdessen soll die Aufmerksamkeit auf die Genußhandwerker vor Ort gerichtet werden. Wieder beim heimischen Landwirt und auf dem Markt einkaufen, den Imker vor Ort unterstützen, Fleisch beim Bauern einkaufen, das waren die Botschaften des Abends. Herr Bunz verstand es hervorragend Informationen über die Prinzipien von „Slow Food“ gut, sauber, fair zu vermitteln und last not least auch unser Einkaufs – und Ernährungsverhalten kritisch zu hinterfragen. Text: Dr. Ursula Nienaber
2. Meeting am 21.08.2017   -  „Slow Food“