9.   Meeting   am   19.03.2018       -      Frau   Dr.   Michela   Summa   :   „Zwischen   Erinnern   und Vergessen    –    Implizites    Leibgedächtnis    und    das    Selbst    am    Beispiel    der    Demenz- Erkrankung“. Und Neuaufnahme von Dagmar Schlier
Zentrales Thema der Vortragenden war aus philosophisch - phänomenologischer Sicht die Unterscheidung der Bedeutungen „ich bin nichts“ und „ich bin nicht mehr viel“ . Relevant für die psychopathologische Forschung ist die Unterscheidung zwischen einer basalen Dimension des Selbst und dem darauf fundierten Moment des narrativen Selbst . Der erste Begriff meint das Bewußtsein unseres Selbst. Mit dem zweiten wird eine höhere Schicht des Selbst bezeichnet, welche die Möglichkeit der Selbst- Identifizierung in einer Lebensgeschichte, eingebettet in verschiedene Zeiten und Situationen. Der Beitrag enthielt Betrachtungen von Demenz Erkrankungen aus der phänomenologischen Perspektive als Unterscheidung zwischen basalen und höheren Stufen des Selbst. Für weitere Vertiefung des Themas ist die Habilitationsschrift „Fremdverstehen als ob Strukturen und soziale Erfahrungen zu empfehlen.                                                                                                     Dr. Ursula Nienaber